Tag 1 bis 3: Schön (&) anstrengend

Die erste Tag liegen hinter mir. Der Pferde Transport aus Ulaanbaatar hat gut funktioniert und nach endlosen Stunden sind wir in Kharkorum angekommen.

Pferdetransport in der Mongolei

Den ersten Abend verbrachte ich mit einer gastfreundlichen Nomadenfamilie. Als einem der jungen Männer vor lauter Lachen die Ziegenmilch aus der Nase lief und er fast daran erstickte, war der Damm gebrochen. Siehe da, man kann mit Gesichtsakrobatik und ganz ohne Worte sehr viel Spaß in der Mongolei haben :-)

Rundreise durch die Mongolei. Übernachtung bei einer Nomaden Familie

Tag 2.
Lektion des Tages: Die Steppe ist voller Leben.
Nach dem gemeinsamen Frühstück (Milchreis mit ganz viel dicker Ziegenmilchhaut) packte ich meine Sachen, sattelte die Pferde und verabschiedete mich herzlich. So lieb die Mongolen auch sind, aber an das echte mongolische Essen werde ich mich wohl nie gewöhnen.
Die ersten Kilometer waren eine Freunde und auch nach der ausgiebigen Mittagspause am Fluss waren beide Pferde Zucker zu mir.

Reiten durch die mongolische Steppe

Gemächlich ging es durch die lebendige Steppe Richtung Nord-West. Der Boden vibriert vor lauter Insekten, die Falken jagen unachtsame Nager, Wildgänse & Kraniche flanieren majestätisch und kleine Vögel lenken lautstark Eindringlinge von ihren Nestern ab. Ein wahres Vergnügen ein kleiner Teil dieses Spektakels zu sein.

Alleine durch die Mongolei reiten - Ein Reisebericht

Am späten Nachmittag verdunkelte sich der Himmel. Es war langsam Zeit ein Schlafplatz zu finden. Im strömenden Regen errichte ich ein verlassen Stall und errichtete mein “Nachtlager”.
Bei Blitz und Donner verbrachte ich einige Zeit zusammengekauert in der Hoffnung, dass die um mein Lager einschlagenden Blitze mich verschonen würden. Am frühen Abend klarte es wieder auf und ich freute mich auf die erste richtige Nacht in der einsamen Freiheit.

Rundreise durch die Monglei 2011 Reisebericht

Ein großartiger Tag.

Tag 3.
Lektion des Tages: Abkürzungen können verdammt lang werden.

Bin wie gerädert nach einer unruhigen Nacht aufgewacht. Phuuu beide Pferde sind noch da …
Erst einmal kräftig frühstücken, packen und dann kann es losgehen eine Wasserstelle zu suchen. Wasser ist in dieser Gegend eine Mangelware. Viele in der Karte eingezeichneten Flüsse sind ausgetrocknet und die Brunnen rar. Doch wo Jurten und Herden sind, kann auch Wasser nicht weit sein …

Reiten in der Mongolei Reisebericht

Nach dem der Durst gestillt war, fingen meine beiden Pferde langsam an wilder zu werden. Erst Johnny, dann auch Cash. An ein entspanntes Reiten war nicht mehr zu denken. Johnny fuchtelte wild mit dem Kopf herum und blieb ständig abrupt stehen, um sich die Nase zu kratzen. Was immer ich auch versuchte, es folgte keine Verhaltensänderung. Es waren blutsaugende Insekten (Pferdefliegen?), die meine armen Pferdchen um den Verstand brachten.

Die Sonne war gnadenlos, der Wind still und vor allem mein Reitpferd wie besessen. Der Tag zog sich in die Länge und es wurde körperlich wie auch geistig immer anstrengender. Bei jeder Pause versteckten die beiden Geplagten ihre Mäuler unter meine Arme oder Rucksack. Mein Gott diese ver*** Fliegen!

Als sich dann auch noch meine Abkürzung über ein Tal (super Idee Konrad! Ganz, ganz großartig! Du bist einfach der schlauste Held hier), zu einer schweißtreibenden Kletterpartie entwickelte, war ich fast am Ende meiner Kräfte. Das war eindeutig der körperlich anspruchsvollste Tag auf der ganzen zehn monatigen Reise. Fix und fertig versorgte ich die Pferde, baute mein Zelt auf, kochte eine riesen Portion Nudeln mit Pesto und trank zwei Magnesium Tabletten in Unmengen Wasser aufgelöst. Um ca. 20 Uhr schlief ich noch in den Schuhen ein …

Mongolei Reisebericht 2011

Ein verflucht anstrengender Tag.

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