Neues von der Ostfront

Dienstag 12. Juli 2011 – ein Jahr an der Front – wir kämpfen tapfer weiter.
Der Russe ist ein harter Gegner. Jeder unserer Angriffe wird mit einem harten Gegenschlag beantwortet. Bis heute haben wir keine neuen Landgewinne machen können … geben aber nicht auf.

Hey locker bleiben – als Rucksack Deutscher darf ich solche Sprüche reißen 😉

Wie erwartet, erweist sich die Russische Botschaft als eine harte Nuss, die es zu knacken gibt. Jetzt müssen wir unsere Vollmachten neu beglaubigen lassen, weil sich dort ein kleiner Fehler eingeschlichen hat. Anstelle „aus dem Englischen übersetzt“ schrieb die Übersetzerin „aus dem Mongolischen übersetzt„.
Dazu wünschen die Herrschaften aus der Botschaft einen Stempel aus dem mongolischen Auswärtigen Amt auf jedem Blatt.
Da diese Woche das Naadam Fest statt findet – eine Art Weihnachten, Ostern und Nationalfeiertag in Einem – sind alle Behörden geschlossen. So sitzen wir hier in Ulanbaatar fest und erzählen uns gegenseitig unsere Lebensgeschichten und suchen nach einen Plan-B.
Wie ich das Leben kenne, wird beim nächsten Besuch in der Russischen Botschaft ein anderer Sachbearbeiter hinter dem Panzerglas sitzen und von uns andere Dokumente oder Stempel fordern.
Les kann noch bis zum 22. Juli und ich bis zum 27. in der Mongolei bleiben. Wir haben also noch ein wenig Zeit dieses diplomatische Hin und Her mitzumachen.
Noch ist Polen nicht verloren 😉

Naadam Festival in Ulanbaatar 2011 Reisebericht

Drückt mir bitte weiterhin die Daumen!

PS: Heute habe ich mein Einjähriges. Vor genau einem Jahr habe ich gemeinsam mit Natalia Deutschland verlassen. Ich freue mich auf Zuhause, wo auch immer dieses sein wird.

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4 Antworten auf Neues von der Ostfront

  1. Natalia sagt:

    Tag 380:
    Ich darf die russische Botschaft noch immer nicht verlassen, da mein mongolisches Visum bereits abgelaufen ist. Ein Transport zum Flughafen bleibt mir auch verwehrt. Nun muss ich das Beste draus machen und mir meinen Schlafplatz unterm Schreibtisch vom Diplomatensohn, der hier grade ein Praktikum macht, etwas gestalten. Habe an aufgestellte Pappkartons gedacht um mir selbst etwas mehr Privatsphäre zu gönnen.
    Ich hoffe, dass die deutschen Behörden der Anweisung der Botschaft, Kyrillisch als Standartschrift in Deutschland einzuführen, bald nachkommen. Sonst werde ich anfangen müssen über Gardinen und vielleicht einem kleinen Springbrunnen nach zu denken.

    • Konrad sagt:

      @ Natalia: Danke für diese Aufmunterung :-)
      Solange ich Les in den nächsten Tagen bei Laune halten kann – sind unsere Chancen gar nicht so schlecht. Spätestens Dienstag weiß ich Bescheid, ob es mit Moped oder Flugzeug nach Europa geht. Einen diplomatischen Gruß nach W´tal meine Beste.

  2. MamaMirka sagt:

    Konrad, ich bin für Flugzeug.
    A jak wiadomo Mamusi trzeba sluchac.
    Komm nach Hause und bringt etwas Sommer mit. Einen lieben Gruß und Kuß.

  3. König Lars sagt:

    Bild dir ja nicht ein, nicht wieder nach Osnabrück zurück zu kommen!!!!!
    wir warten schon auf dich und denk an dein versprechen mit der motorradtour!
    LG Lars

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