Die letzten Tage

Auch die letzten Tage dieser langen Rückreise aus der Mongolei waren sehr abwechslungsreich.
In Belgien besuchte ich Luc. Der passionierte Motorradfahrer zeigte mir seine beeindruckende Motorradsammlung, führte mich ein wenig durch die verregnete aber schöne Stadt Gent und bewies mir, dass die Belgier die leckersten Biere der Welt brauen.

Mit dem Motorrad durch Europa reisen

Nach einem interessanten Abend hieß es früh morgens in die feuchten Motorradklamotten zu schlüpfen und mit der Fähre von Calais nach Dover zu fahren.
Der Ärmelkanal zeigt mir die Zähne. Der Wind peitscht und die Brecher donnern gegen die Fähre. Mein geliebtes Kopftuch fliegt im hohen Bogen in die tobende See und die salzige Gischt brennt in den Augen. Sauer und nass gehe ich unter Deck. Dieses Spektakel schaue ich mir doch lieber von Innen an!
Links neben mir ein vertrautes Gesicht. Ich stutze und schaue genauer hin.
Peter?“ frage ich ungläubig. Tatsache! Da sitzt doch wirklich mein Onkel Peter ganz entspannt in einem Sessel und beobachtet wie die Wellen das Oberdeck überspülen. Er schaut mich wie einen Geist an und lacht dann auf …

Preis für die Fähre von Calias nach Dover Motorradfahrer 66 Euro

Nach wenigen Kilometern durch England trennen sich unsere Wege wieder. Er fährt mit seinem LKW nach Norden während ich den Westen ansteuere. Wie klein diese Welt doch ist …
Peter – danke noch mal für die leckeren Äpfel :-)

England ist wie immer herrlich englisch.
Die kleinen Häuschen, der Linksverkehr, die überschminkten Frauengesichter, die Jogginghosen und der ganze Rest – zum Brüllen englisch. Auch das Wetter zeigt sich typisch englisch. Ich bin mir nicht sicher wie man es nennen soll, feuchter Nebel, Nieselregen, einfacher Regen oder sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Irgend eine Mischung aus diesen Dingen wechselt sich mit Dauerregen und Regenschauern ab.

Nach einer klammen Nacht im Wald fuhr ich den ganzen Tag durch das wunderschöne Wales und erreichte am frühen Abend mein Ziel: Das Dörfchen Amlwch im äußersten Nordwesten.

Motorrad Tour nach Wales 2011 Erfahrungsbericht

Die Dakar, die mich durch ganz Europa und einen großen Teil Asiens zuverlässig und sicher getragen hat, steht nun in der Garage und wartet auf ihren eigentlichen Besitzer. Ich bin schon mal gespannt ob Les nach seiner Rückkehr total ausflippen wird, wenn er seine geliebte BMW in diesen Zustand sehen wird.
Sorry mate – ich hatte wirklich keine Zeit das Bike zu putzen
😉

Den letzten Tag dieser einmaligen Tour verbrachte ich in Liverpool mit langen Spaziergängen durch die City, Fish & Chips, Sandwiches und ein paar Pints Ale in herrrrrrllich englischen Pubs.

England und Wales sind es wirklich wert wieder zu kommen. Gerne auch mit dem eigenen Motorrad …

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Eine Antwort auf Die letzten Tage

  1. Annika sagt:

    „Drizzle“ nennt man das Englische Wetter, das du da kennengerlernt hast. Ein Wort für alles was du da beschreibst. 😉

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